Competitive Intelligence oder wie man im Unternehmen gegen die Mitbewerber agiert

Competitive Intelligence steht für Wettbewerbsbeobachtung und meint die Heranschaffung, Analyse und Bewertung von Informationen über die Konkurrenz und den Markt (hier sind speziell die Mitbewerber im Focus). Competitive Intelligence in einem Unternehmen zu platzieren, verlangt nach einer konsequenten Aktivität. Das ist keine Kaffeemaschine, die man irgendeinem Mitarbeiter auf den Tisch stellt und sagt: So, bediene die und mach uns erfolgreich. Competitive Intelligence ist eher ein betriebliches Wissen, das aufgebaut und gefördert werden muss. Die Wege kann man konkret detailliert vorstellen.

1. Das Management steht für Competitive Intelligence

Man kann es auf einen Punkt bringen: Ist das Management, die Geschäftsführung nicht vollständig und uneingeschränkt für Competitive Intelligence, so wird es nichts. Haltungen wie “da schauen wir mal” sind kontraproduktiv und können das Ganze zum Kippen bringen. Ist aber die Führung überzeugt und unterstützt die mit Competitive Intelligence beschäftigten Mitarbeiter, so wird sich Competitive Intelligence als wichtiger Aspekt im Konkurrenzkampf erweisen. Alle Personen, die in der Firmenhierarchie über denen stehen, die sich mit Competitive Intelligence beschäftigen, sollten gründlich überprüft werden.

2. KISS

Keep it simple & smart. Mach es einfach und schlau. Anders gesagt: Von Anfang an sollte Competitive Intelligence einfach und übertragbar sein. Es sollte nicht hochspurig sein, so dass es nur von ausgewählten Mitarbeitern mit Spezialausbildung bedient werden kann. Es sollte von Anfang an klar und einfach gehalten werden. Übersicht und Ordnung ist sehr wichtig. So dass jederzeit jemand anders übernehmen kann. Das kann man zum Beispiel mit Praktikanten prüfen. Es sollte keine Geheimsache im Betrieb sein. Es wäre schön, wenn es innerbetrieblich bleibt. Aber wichtiger ist, dass zum Beispiel jemand von der Strategieabteilung in fünf Minuten weiß, wie der Stand der Dinge ist.

3. Was gibt es schon für Informationen im Betrieb?

Man sollte innerbetrieblich gründlich abklären, welches Wissen im eigenen Unternehmen schon vorrätig ist. Manchmal liegt eine ausgearbeitete Forschungsarbeit über die Konkurrenten schon bei einem Mitarbeiter in der Schublade und verstaubt. Oder der Hausmeister weiß von seiner Frau, die bei der Konkurrenz putzt, jeden Tag das Neueste aus dem Betrieb.

4. Systematisch und strukturiert

Das geht eigentlich in dieselbe Richtung wie KISS (siehe Punkt 2). Es ist wichtig, die Arbeit mit Competitive Intelligence mit Regeln zu versehen, um die Übersicht zu wahren. Chaotische Sammlungen von Daten und Informationen liest später niemand mehr. Es ist notwendig, neue Informationen sofort so aufzubereiten, dass sie später einfach zu erfassen sind.

5. Klare Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten klären

Insbesondere, wenn ein Thema grundsätzlich wenig klare Bezugspunkte vermittelt, ist es wichtig, dass man jegliche Normierung trifft, die möglich ist. Ein Beispiel ist die personelle Besetzung. Man sollte die Aufgaben klar zuordnen. Das heißt auch, dass man Ersatzpersonen benennt, wenn mal jemand nicht da ist, weil er krank oder auf Fortbildung ist.

6. Zentrale Datenbank

Man sollte von Anfang an eine zentrale Datenbank für die gesammelten Informationen anlegen. Das Ganze ist schon von sehr wichtiger Bedeutung in Hinblick auf die Positionierung von Competitive Intelligence im Unternehmen. Wenn für Competitive Intelligence zentrale Bereiche reserviert werden, wird es meist schon leichter, deren Akzeptanz zu fördern.

Des Weiteren ist dies natürlich die beste Möglichkeit, dass jeder an die Informationen heran kann und nichts verloren geht. Man sollte hier natürlich auch die regelmäßige Sicherung der Daten nicht vergessen.

7. Start Small – Focus zunächst auf kleine Datenmengen

Der Erfolg von Competitive Intelligence ist nicht nur Beleg für den Wert von Competitive Intelligence. Competitive Intelligence soll das Unternehmen voranbringen und dazu sind schnelle Erfolge wünschenswert. Empfehlenswert ist deshalb, die Sammlung von Daten und Informationen zunächst begrenzt zu halten und andere Aspekte von Competitive Intelligence wie Analyse, Bewertung und natürlich Entscheidung ebenso voranzutreiben.

8. Zunächst beginnt man pragmatisch, dann geht es strategisch weiter

Es hängt natürlich immer von den einzelnen Entwicklungen ab. Aber zunächst sollte man eher pragmatisch bleiben. Fragen der Strategie werden mit der Zeit interessanter. Es ist das Handwerk, das zunächst stehen muss. Die Strategie löst aber das operative Handeln nicht ab. Es geht um eine Erweiterung der Arbeitsfelder.

9. Den Vertrieb nicht vergessen

Man sollte von Anfang an daran denken, auch den Vertrieb mit in die Zusammenarbeit zu nehmen. Es ist wichtig, dass man die unterschiedlichen Abteilungen an den Entwicklungsprozessen teilhaben lässt. Der Austausch sollte in beide Richtungen verlaufen.

10. Have Fun!

Gerade bei der Competitive Intelligence-Arbeit ist es wichtig, mit Spaß und Engagement daranzugehen. Mitarbeiter, die sich mit Competitive Intelligence beschäftigen, sollten nicht mit Griesgram im Gesicht durch die Firmengänge schleichen. Gelegentlich ist vielleicht mal eine Fortbildung notwendig, die einzig und allein der Entspannung dient. So lässt sich zum Beispiel am besten vermeiden, dass Mobbing das Competitive Intelligence-Center diktiert. Es tut dem gesamten Betrieb gut, dem Mobbing keinen Platz einzuräumen.

Diese Tipps sind keine Garantie für Erfolg, aber schon eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Competitive Intelligence im Unternehmen etablieren kann. Und nur dann sind die Erfolge auch zu erwarten.
JinView spielt hier eine sehr wichtige Rolle. Die Mitarbeiter, die sich mit Competitive Intelligence beschäftigen, beginnen meist mit dem Sammeln von Informationen und Daten, die sie aus Fachliteratur und Fortbildungen haben. Es stellt sich oft die Frage, wie kommt man an Informationen, die

  • täglich
  • aktuell
  • vom Konkurrenten

sind? Also Daten und Informationen, die nicht einfach nur allgemein geschrieben sind. Es geht bei JinView um Daten, die jeden Tag neu zeigen, was die Konkurrenten für Spuren im Internet hinterlassen.